PETRÓLEO NO | Lanzarote Global

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PETRÓLEO NO



MEINUNG:

Von privaten Interessen, Mietmäulern und Volksverrätern oder Wie wird man zur persona non grata?

NEIN zur Erdölsuche in den kanarischen Gewässern, 25 Kilometer vor den Küsten Lanzarotes und Fuerteventuras! Die kanarische Bevölkerung hat zum wiederholten Mal NEIN gesagt, und daran hat sich die spanische Regierung zu halten!

Die Demonstrationen auf allen kanarischen Inseln und in vielen Städten auf dem spanischen Festland, unter anderen in Madrid und Barcelona, haben wieder einmal eindrucksvoll gezeigt: Wir wollen keine Bohrinseln vor unserer Haustür! Wir wollen erneuerbare Energien! Über 100.000 Menschen allein auf den kanarischen Inseln haben am Samstag, den 7. Juni 2014 für umweltverträgliche, erneuerbare Energien und gegen die, von der Partido Popular (PP) und ihrem zweifelhaften Minister für Industrie und Tourismus, José Manuel Soria, genehmigten Probebohrungen demonstriert. Laut einer Umfrage von Celeste-Tel sind 70% der gesamten kanarischen Bevölkerung dagegen, auf Lanzarote sind es 80%, auf Fuerteventura 72%.

Sorias Argumente für die Probebohrungen klingen, als wäre er das Mietmaul von Repsol, dem Erdölunternehmen, das die Probebohrungen und die spätere Förderung des Erdöls vornehmen soll. Wenn man ihm zuhört, sind seine Reden in der Sprache eines Lobbyisten gesprochen, niemals aber in der Sprache eines klugen und besonnenen Volksvertreters, der die Sorgen und den Willen seiner Mitmenschen ernst nähme. Dass Soria selbst ein canario ist, macht diese Genehmigung besonders bedenklich. Er verrät seine Heimat, in der er groß geworden ist und die ihn groß gemacht hat, als einen der führenden kanarischen Politiker. Dieser Mann sollte sich in Grund und Boden schämen! Deshalb: Soria, treten Sie zurück! Sie sind für die kanarische, aber auch für die gesamte spanische Bevölkerung nicht mehr tragbar! Sie sind eine Schande für dieses Land! Das die Alternativa Ciudadana (AC) an alle sieben lanzaroter Gemeindeämter und an die Inselregierung Anträge gestellt hat, Soria als persona non grata zu erklären, kann man nur begrüßen.

Die PP und einige ihrer Mitglieder haben offensichtlich ihre Aufgabe nicht verstanden. Sie wurden gewählt, um das Volk zu vertreten, wie es in einer Demokratie sein sollte, und nicht, um die privaten Interessen eines Ölkonzerns durchzusetzen. Welch zynische Ausmaße das annehmen kann zeigt der Fall Roger Deign. Dieser unselige Provinzpolitiker, Stadtrat von Teguise und Mitglied der PP, hat doch allen Ernstes behauptet, dass eine mögliche Ölverschmutzung der kanarischen Strände 30% der arbeitslosen Bevölkerung in Reinigungsarbeit bringen würde und wir dann sicherlich sauberere Strände hätten als bisher, und dass der Tourismus nur zeitweise betroffen wäre. Zeitweise wie lange? 2 Wochen? 2 Monate? 2 Jahre? Oder 20? Und was machen die Menschen in dieser Zeit, die vom Tourismus leben? Werden die dann etwa nicht arbeitslos? Haben wir wirklich einen derart limitierten und würdelosen Politiker verdient? NEIN, das haben wir nicht! Also bitte: Treten auch Sie zurück, Roger Deign! Sie bekommen sicherlich heute schon einen Job als Strandreiniger. Das dürfte dann auch Ihren Fähigkeiten entsprechen. Ein Kommentar von LoBo – 09/06/2014

 

 

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