Fundación César Manrique | Lanzarote Global

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Fundación César Manrique


Kunst und Kultur

In sein unveröffentlichtes Tagebuch von New York schrieb César Manrique 1966 über sein Heimweh nach Lanzarote. Er war sich damals noch nicht sicher, an welchem Ort er sein endgültiges Atelier einrichten sollte. Seinen Wunsch, mit der Lava zu leben, verwirklichte er sich zwei Jahre später in seinem ­eigenen Haus, das er in Taro de Tahiche baute, bis 1987 bewohnte und 1992 in Form einer Stiftung seinen Mitbürgern vermachte.

In lanzarotinischer Kubenform errichtete er über fünf vulkanischen Blasen ein architektonisches Meisterwerk auf einem blauschwarzen Lavastrom. Geschickt bezog er die Hohl­räume in den Grundriß der 1500 Quadratmeter großen Wohnfläche mit ein. Die kellertiefen Vulkanblasen, mit begehbaren Röhren verbunden, wurden Musentempel, jeder in einer anderen Farbe gehalten.

Dieser Palazzo vermittelt eindrucksvoll Manriques Idee einer landschaftsbezogenen Architektur. Aus der roten Vulkanblase wächst ein schon vorher hier verwurzelter Feigenbaum herauf, direkt in das darüberliegende Wohnzimmer, das heute Ausstellungsraum ist, in dem die Privatsammlung Manriques gezeigt wird.

Zu sehen ist Manriques Werk: Gemälde, Zeichnungen, Skizzen, Skulpturen, Keramik, Fotos und Pläne realisierter und nichtrealisierter Werke.

Für den bei der Eröffnung Dreiundsiebzigjährigen ging im März 1992 ein Traum in Erfüllung. Er betrachtete die Stiftung als Lohn seiner Lebensarbeit: Geöffnet vom 1.11. bis 30.6. Mo–Sa von 10–18 Uhr und So von 10–15 Uhr und vom 1.7. bis 31.10. täglich von 10–19 Uhr. In das Gebäude ­integriert sind eine Cafetería und eine Kunstbuchhandlung.

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