Kulturkalender

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Lanzarote für Sportler

Fast alle größeren Hotels und manche Apartmentanlagen verfügen über Sporteinrichtungen. Es gibt Tennisplätze, zum Teil mit Flutlicht, und Squash­hallen, Volleyballplätze und Bow­lingbahnen. Sie können Tischtennis spielen und Minigolf, Fahrräder mieten und drachenfliegen, reiten, klettern und Golf spielen, darten und bogenschießen. Am stärksten betrieben werden natürlich die Wassersportarten:

Hochseeangeln: Sie können an Hochseeangelfahrten teilnehmen. Gejagt werden Thunfische, Bonitos, Barrakudas, Haie, Marlin und Wahoo. Die begehrteste Trophäe ist der Schwertfisch. Erkundigen Sie sich bitte an der Rezeption Ihrer Unterkunft.

Segeln: Wenn Sie ein Segelboot mieten wollen, dann wenden Sie sich an Catlanza im ­Puerto Calero. Tel. 928 51 30 22, Fax 928 51 10 01.

Surfen: Die kanarischen Ge­wässer sind bekannt als gutes Surfrevier. Surfschulen gibt es an der Costa Teguise am Playa de las Cucharas, in Puerto del Carmen an der Playa de Matagorda und an der Playa Blanca. Ideal zum Surfenlernen ist die Sportanlage La Santa, die über einen Binnensee verfügt.

Tauchen: Tauchbasen, die von Tauchschulen unterhalten werden, gibt es an der Costa ­Teguise, in Arrieta, La Santa, ­Puerto del Carmen, Puerto Calero, Playa Quemada und Playa Blanca. Wer auf eigene Faust taucht, sollte sich zuerst über die Strömungsverhältnisse informieren. Die Unterwasserjagd ist nicht an allen Küstenstrichen gestattet, mit Flasche und Preß­luftharpune gänzlich verboten. Jagen dürfen Sie nur mit Schnorchel und Gummizugharpune. Mit Vorsicht zu genießen ist die Blasenqualle, die im Sommer manchmal an die Küsten kommt. Von ihren 6–7 Zentimeter langen Nessel­fäden geht bei Berührung eine ätzende Wirkung aus. Sie kann Lähmungserscheinungen hervorrufen. Einheimische behandeln solche Ver­bren­nun­gen mit Knoblauch- und Zwiebelsaft. ­Hüten sollte man sich noch vor der Mu­räne, deren Blut und Bisse giftig sind. Gefährliche Haie kommen in Küsten­nähe nicht vor. Spannend zu beobachten ist der Nagelrochen. Seine Spannweite kann 2,5 Meter erreichen.

Wellenreiten: Für Wellenreiter herrschen gute Bedingungen an der Nordküste Lanzarotes, bei La Santa, der Playa de Famara und an der Playa de la ­Cantería bei Orzola. An der ­Ostküste ist lediglich die Küste zwischen Punta de Mujeres und Los Jameos del Agua nennenswert.

Die Gruppe ECONATURA bietet ein umfangreiches Abenteuer-, Sport- und Freizeitangebot, dabei werden Sie von gut ausgebildeten jungen Leuten begleitet. Wertgelegt wird dabei auf einen aktiven Tourismus, der gleichzeitig umweltfreundlich ist. Teilnehmen können Sie an folgenden Aktivitäten: Wandern, Kayakfahren, Bogenschie­ßen, Sportfischen, Mountain­bikefahren, Klettern, Rei­ten, etc. ECONATURA, an der Hauptstraße zwischen Mala und Arrieta, Tel. 928 17 31 06.

Kanarische Sportarten: Die Kanarier lieben das Fußballspiel und Vela Latina. Auf La Palma hat sich eine Art Stabhochsprung ­erhalten, der salto del regatón. Von ­Gomera abgesehen, ist auf allen Inseln die lucha canaria, der Kanarische Ringkampf, verbreitet.

Lucha canaria: Die lucha canaria erinnert ein wenig an den keltischen Ringkampf, soll aber in ihrer Form nur auf den Kanaren bestritten werden. Anderen Quellen zufolge soll sie auch in Ägypten ausgeübt worden sein. Zumindest sieht man Parallelen in den Reliefs von Beni Hassan, wo Situationen eines Zweikampfes abgebildet sind. Es ist ein typischer Kampf der Altkanarier, die auf ihren Festen ihre Kräfte maßen. Bis heute ist das so geblieben. Auf jeder fiesta, den typischen Dorffesten, wird die lucha canaria ausgetragen, wird ein Kampfplatz, der terrero, bereitet. Der terrero ist ein Doppelring mit festgestampfter Erde oder ausgelegten Sägespänen. Der Innenring mißt 10, der Außenring 11 Meter. Die Ringer werden pollos (Kampfhähne) genannt und, sofern sie erfolgreich sind, gefeiert wie bei uns Fußballstars. Sie tragen ein dünnes Hemd und eine kurze Hose aus Leinen, deren Beine nach oben gerollt werden. Dort hält sich der Gegner fest. Die pollos kämpfen barfuß. Der Kampf ist fair, was schon das Eingangsritual zeigt. Eine Mannschaft zählt elf Kämpfer. Ge­kämpft werden höchstens drei Runden, jede Runde dauert längstens drei Minuten. Wer den Gegner zweimal wirft, hat gewonnen. Dies muß innerhalb des Innenrings geschehen oder zwischen ­Innen- und Außenring, vorausgesetzt, der Gewinnende bleibt dabei im Innenring. Der Sieger kann bis zu dreimal weiterkämpfen. Jeder Kämpfer muß gegen jeden der gegnerischen Mannschaft antreten. Die Besten beherrschen alle 43 erlaubten Griffe, Anfänger müssen fünf Griffe beherrschen.

Stockspiel: Das Stockspiel ist ebenfalls von den Altkanariern überliefert. Ziel der Stockkämpfer war früher, sich gegen Angreifer erfolgreich wehren zu können, ohne den Gegner töten oder ernsthaft verletzen zu müssen. Man unterscheidet zwei Spielarten. Das Fechten mit biegsamen Ruten, den ­varas, und das Fechten mit den palos, den derben, langen Stöcken. Die Spieler dürfen ihre Füße nicht vom Platz rühren, können die Schläge also nur parieren oder ihnen mit dem Oberkörper ausweichen. Bei den Kämpfen mit den Stöcken soll der Kämpfer seinen Körper so wenig wie möglich bewegen. Mit der Rute kämpfen nur Männer, bei den Stockkämpfen gibt es auch Begegnungen zwischen Mann und Frau.

 

CATRIONA MORRISON UND ENEKO LLANOS GEWINNEN DEN IRONMAN 2010 VON LANZAROTE

 

Die Tourismusrätin der Kanarischen Regierung, Rita Martín, gab den Startschuß für die 1.405 Teilnehmer des Triathlons. Der Ironman Lanzarote gehört zu einem der schönsten und schwierigsten Wettbewerbe weltweit.

Die Schottin Catriona Morrison war die große Protagonistin dieses Wettbewerbs. Obwohl sie durch einen Reifenschaden 40 Minuten verlor, erreichte sie nach 10 Stunden, 3 Minuten und 52 Sekunden als Erste das Ziel. Den zweiten Platz gewann Louise Collins, Dritte wurde Nicole Woysch.

Die Diziplin der Männer gewann der Spanier Eneko Llanos nach einem heftigen Wettkampf im Marathon mit dem Vorjahressieger Bert Jammaer. Dritter auf dem Siegertreppchen wurde der Deutsche Maik Twelsick. (25.05.10/LoBo)